Austausch und Diskussion

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17. Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft vom 7./8. Juli  2016 an der Hochschule der Medien Stuttgart


 

Thema: ››Eine Zensur findet [nicht] statt‹‹. Zensur und Medienkontrolle in demokratisch verfassten Gesellschaften
Tagungsleitung: Prof. Ulrich Huse 
Tagungsort: Hochschule der Medien Stuttgart 


Zusammenfassung:

Trotz des eindeutigen Bekenntnisses zum Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung in Artikel 19 der ›Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte‹ der UNO ist dieses verbürgte Recht auch im 21. Jahrhundert kein selbstverständliches Gut. Immer wieder wird öffentlich, dass Autoren aufgrund ihrer Äußerungen von staatlichen Organen verfolgt, verhaftet, gefoltert und sogar getötet werden. Im Fokus der 17. Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft (IBG) stehen aber nicht diese Extreme gewaltsamer Unterdrückung von abweichenden und unliebsamen Meinungen. Zensur, verstanden als Sammelbegriff für unterschiedliche Praktiken der Steuerung und Kontrolle von Kommunikation, kann sich schon dadurch ergeben, dass diejenigen, denen das Recht auf freie Meinungsäußerung formal garantiert ist (wie in Deutschland durch den Grundgesetz-Artikel 5), aus Angst vor möglichen Folgen ›freiwillige‹ Selbstzensur betreiben. Deshalb widmete sich die IBG-Jahrestagung 2016 in Stuttgart den Formen der Zensur und der Medienkontrolle, die es heute in demokratisch verfassten Gesellschaften der westlichen Welt gibt.

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